Spülen Desinfizierung von Trinkwasserleitungen/FBH bzw. Radiatorenkreisen

 

Spülen von Trinkwasserleitungen nach EN 806/ DIN 1988-2

 

1.Das Spülen von Rohrleitungen im Haushalt:

  1. Vor der Erstbefüllung der  Trinkwasser-Installation
  2. Vor der Desinfektion von Trinkwasser-Installationen
  3.  Vor des Sanierung von Korrosinsschäden in der Trinkwasserinstallation
  4.  Das Reinigen von FBH Kreisen oder Radiatorenkreisen


2.Desinfektion von Trinkwasser- Installationen gemäß DIN EN 806-4

 

Entkalkung/Entrostung von Trinkwassersystemen

 

Durch die Korrosion (Rost) kann an metallischen Werkstoffen von Installationen Schaden entstehen, die es durch  gemäß DIN EN 806-2 und DIN 1988-200  zu verhindern gilt.  Folgen von Materialmängeln,Verarbeitungsfehlern oder nicht absehbaren Betriebsbedingungen werden hierdurch höchstens vermindert.

Die wohl bekannteste Art von chemischer Korrosion bei Metallen ist das Rosten , also die Oxidation von Eisen.
Bereits angegriffene  Installationen aus verzinkten Stahlrohren (braunes Wasser) können durch Spülung und Dosierung saniert werden, so dass zumindest eine Verlangsamung der Schadensvorgänge erreicht wird. In vielen Fällen ist durch Beseitigung des „braunen Wassers “ der primäre Schaden behoben.

Bei Kupferkorrosionen sind materialbedingte Schäden und Verarbeitungsfehler nicht durch nachträgliche Wasser -behandlung sanierungsfähig bzw zu reparieren. Allerdings können Kupferleitungen bei aggressiven Wässern (niedriger pH-Wert) und bei Gefährdung durch die Wasserzusammensetzung gem. DIN EN 12502 und DIN 50930-6 gegen Lochfraß Typ I und Typ II geschützt werden.

 

 

Entschlammung von Heizungssystemen

 

 Eine Heizungsentschlammung  bei Radiatoren bzw.Bodenheizungen  sollte vorgenommen werden wenn :

 

 Der Wechsel des Heizkessels bevorsteht

  • Bei Heizkreisen die nur lau bzw nicht genügend warm werden
  • Bei Blockierten Pumpen bzw. verkrusteten Mischer bzw. Ventilen
  • Bei allgemeinen Störungen der Anlage und als  vorbeugende Instandsetzung
  • Zur Energieeinsparung

 Eine Heizungsspülung sollte man durchführen lassen wenn:

 

  • Es bei den Radiatoren/Heizkörpern, gluckert d.h. Korrosionsvorgänge verursachen Gase, welche die Heizleistung verschlechtern.
  • man die Lebensdauer der Geräte und Rohre verlängern will.
  • Ventile nicht  regeln , weil sich der Schlamm an den Regelmechanismuss festsetzt und diesen blockiert oder erschwert.
  • Rostpartikel sind die Ursache defekter und blockierter Umwälzpumpen, Regelarmaturen, welche Störungen im ganzen Heizungsystem hervorrufen.(Schlammabscheider oder Filter einbauen)
  • Rostschlammablagerungen und Verkrustungen verstopfen die FBH-Rohre, dadurch wird die Wärmeübertragung massiv verschlechtert. Schäden und Störungen treten vor allen im Winter auf bis zur Verstopfung der Leitungen.
  • Geld einsparen, können sie nur wenn sie vorbeugende Ihre Heizung spülen bzw. kontrollieren lassen.

Der Sauerstoff im Wasser bewirkt eine Korrosion der Metallteile sowie Schlammbildung in den Kunststoffrohren d.h.

ständiges nachfüllen mit normalen Leitungswasser, offene Anlagen,undichte Pumpen u. Armaturen.Weiters durch Diffusion der Kunststoffrohre.  Kurz gesagt Sauerstoff fördert die Rostbildung.

 

Chemische Reaktionen können schnell und langsam ablaufen, so ist das Rosten eine sehr langsam verlaufende Reaktion (Oxidation) von Eisen mit Sauerstoff und Wasser.
Durch die Einwirkung von Wasser und Sauerstoff auf Eisen bilden sich poröse Überzüge rotbrauner Farbe. Der Überzug besteht aus der wechselnden Zusammensetzung von Eisenoxid / hydroxid. Ist die Luft trocken so reagiert sie zusammen mit Sauerstoff nicht mit dem Eisen.
Wenn die Rostschichten dicker sind, blättern sie ab, sodass das darunter liegende Eisen erneut von Wasser und Sauerstoff angegriffen (zerfressen) wird.
Da Eisen eine unedles Metall ist, vollzieht sich dieser Vorgang leicht.
Diesen zerstörerischen Vorgang von Metallen durch äußere Umwelteinflüsse nennt man Korrosion.

Man kann diesen Reaktionen aber auch durch verschiedene Schutzmaßnahmen vorbeugen. Ein Beispiel dafür ist die Passivierung – das Überzeihen mit unedleren Metallen, die eine stabile Oxidschicht bilden oder mit inhibitoren nach einer Leitungsspülung (Überzug).


Überzieht man Metalle mit edleren Metallen so nennt man dies Galvanisieren, Verzinken oder Verchromen. Um den Zutritt von Wasser zu verhindern, kann man Metalle lackieren oder mit einem Kunststoffüberzug versehen.
Um der Korrosion von Boilern vorzubeugen, schütz man sie mit einer Opferanode. Eine sogenannte Opferanode ist eine leitende Verbindung zu einem Metall, das sich auflöst.(Magnesium)

 

ÖNORM H5195-1

Verhütung von Schäden durch Korrosion und Steinbildung in geschlossenen Warmwasser Heizungsanlagen.

 

ÖNORM H5195-2

Frostschutz in Heizungsanlagen und Sonstige Anlagen mit Wärmeträgern.

 

ÖNORM H5195-3

Geschlossene Kaltwasser und Kühlwassersysteme für Klimaanlagen und Industrielle Anwendung.